KREATIVITÄT & MUSIK

Neben der Sprache stellen das Malen und das Gestalten für Kinder weitere bedeutende Wege des Ausdrucks dar: Sie können Gefühle, Erlebnisse oder ihnen wichtige Sachverhalte wiedergeben – ohne die „richtigen“ Worte finden zu müssen. Für die jüngeren Kinder bedeuten das Malen, Formen und Gestalten in erster Linie das Erleben der Selbstwirksamkeit.

Dazu steht den Kindern im U3-Bereich ein Atelier zur Verfügung, in dem sie sich mit verschiedenen Materialien und Techniken selbst ausprobieren können.

Klänge, Rhythmik und Melodien finden in unserer täglichen Arbeit immer wieder Platz.

Ob im Singkreis (Gruppenintern und Gruppenübergreifend), auf dem Wickeltisch oder als Einschlafhilfe spricht die Musik in all ihrer Vielfalt fast jedes Kind an, animiert zum Mitmachen und Nachahmen. Sie vereint Sprache, Ausdrucksfähigkeit und Bewegung miteinander.

Zusätzlich schafft sie eine optimale Grundlage für soziales Miteinander, sowohl in Kleingruppen als auch in einer Großgruppe. So zeichnen sich die Singkreise in den Gruppen durch einen hohen musikalischen Anteil aus, zudem stehen für die Kinder Klanginstrumente zum freien Spiel bereit.

DAS ATELIER NACH ARNO STERN

Wenn wir im Atelier malen, geht es nicht darum, „Kunstwerke“ zu produzieren. Vielmehr soll jedes Kind die Gelegenheit haben, seinen eigenen Ausdruck zu finden, was für die Stärkung einer ausgeglichenen Persönlichkeit sehr wichtig ist. Beim Freien Malen im Malort hat das Kind einen „Spielraum“ (das Blatt Papier) zur Verfügung, auf dem es – unter Berücksichtigung einiger Regeln, die das Miteinander in der Malgruppe erleichtern – frei schalten und walten kann.

Es benutzt die Farben, die ihm wichtig sind, es hat die Möglichkeit, etwas zu wiederholen, so oft es möchte, es entscheidet selber, was es zu Papier bringen wird – und nie sagt ein Kind: „Ich weiß nicht, was ich malen soll.“

Diese Art des freien Ausdrucks kann aber nur geschehen, wenn das Kind sicher sein kann, dass das, was es malt, nicht bewertet, kommentiert, interpretiert oder in Vergleich gesetzt wird. Solch einen „geschützten Raum“ erleben die Kinder in unseren Malstunden.

Gibt man einem Kind die Gelegenheit, bestimmte Zeichen für sich selbst zu entwickeln, sie selber zu „formulieren“ (ohne dass ihm durch Vormachen, Vorgeben, Vormalen Entwicklungsschritte vorweg-
genommen werden), bleiben ihm alle diese Zeichen erhalten, keins davon wird es je „verlernen“.

Christiane Augustin-Malysz – Dipl. Sozialpädagogin, Ausbildung in Ausdruckssemiologie und Malort-Betreuung (Arno Stern, Paris)

MUSIKALISCHE FRÜHERZIEHUNG

Jedes Kind ist offen für Musik und Tanz. Es spielt mit der Stimme, liebt die Beweglichkeit seines Körpers und freut sich, wenn es etwas in die Hand bekommt, das klingt. Es lernt Reime und Lieder, Rhythmen und Melodien. Es übernimmt sie und wandelt sie manchmal selbst ab. Diese Anlagen, die jedes Kind in sich besitzt, werden in der musikalischen Früherziehung entwickelt und systematisch gefördert. Ein früher musikalischer Beginn kann einen positiven Beitrag
zur Gesamtentwicklung des Kindes leisten.

Bei Villa Luna wird über das Spiel Musik als wichtiger Lebens- und Erlebnisbereich ganzheitlich erfahren. Ganzheitliches Erleben von Musik bedeutet für Kinder:

  • Singen
  • Tanzen
  • Sprechen
  • Bewegung
  • Szenisches Spiel
  • Instrumentalspiel (Orff-Instrumentarium)
  • Musik hören
  • Traditionelle Instrumente kennenlernen
  • Musikalische Grundlagen erarbeiten
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